Prüfungswesen

Wir bereiten unsere Karateschüler passend auf Prüfungen vor, so dass alle Formalitäten berücksichtigt werden. Für fortgeschrittene Mitglieder, die vielleicht außerhalb des Vereins eine Prüfung ablegen wollen, gibt es hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen.

Verfahrensordnung

Voraussetzungen und formaler Ablauf von Karateprüfungen ist in der Verfahrensordnung des DKV beschrieben, während die Prüfungsinhalte durch Prüfungsordnungen vorgegeben werden.

Die Verfahrensordnung beschreibt u.a. Mindestvorbereitungszeiten, die Möglichkeit zur gleichzeitigen Weiß- und Gelbgurtprüfung, sowie Zwischenprüfungen für Kinder vor einem Wechsel zur nächsten Farbe und Voraussetzungen für Dan-Prüfungen.

Prüfungsordnungen

Inhaltlich geprüft wird Shotokan-Karate im DKV nach zwei verschieden aufgebauten, gegenseitig anerkannten Prüfungsordnungen (PO): Der Shotokan-Prüfungsordnung (stilgebunden) und der SOK-Prüfungsordnung (stiloffen).

Das Stiloffene Karate (SOK) ist eine Stilrichtung und eine Prüfungsmethode innerhalb des DKV, die alle im DKV angebotenen Stile (also auch Shotokan) vereint und eine für alle einheitlich aufgebaute Prüfungsform bietet.

Die Wahl der geeigneten Prüfungsordnung hängt von der Verfügbarkeit passender Prüfer(lizenzen) und natürlich von persönlichen Vorlieben ab. Es ist empfehlenswert, mit älteren Schülern, Trainern und Prüfern zu sprechen, um den passenden Weg durchs Prüfungswesen zu finden.

  • Überblick zur ShotokanPO:
    • Kihon und (nicht freies) Kumite werden immer geprüft und sind vorgegeben.
    • Ab Gelbgurt muss eine vorgegebene Kata gezeigt werden.
    • Ab Grüngurt müssen alle vorherigen Katas beherrscht werden.
    • Ab 1. Kyu muss die Prüfungskata aus einer vorgegebenen Menge ausgewählt worden sein.
    • Ab Grüngurt werden Bunkai zur aktuellen Kata und Selbstverteidigung aus dem Kihon-Programm geprüft. Diese sind nicht näher spezifiziert und müssen passend ausgearbeitet worden sein.
    • Freies Kumite wird ab dem braunen Gürtel geprüft.
  • Überblick zur SOKPO:
    • Die vorgegebene (Shotokan) Kata bildet thematisch den Prüfungsrahmen.
    • Es gibt einen Pflichtteil (Kata, Kihon) und einen Wahlteil (entweder Bunkai oder Kumite oder Selbstverteidigung) zu zeigen.
    • Es gibt einen Raum für stilrichtungsbedingte Ergänzungen.

    Durch die Formulierung ist die Möglichkeit der Differenzierung gegeben: Es können z.B. sowohl die Inhalte der oben genannten Shotokan-PO abgedeckt werden, als auch eigene Ausarbeitungen des Prüfers, Vereins oder Prüflings.

    Das Programm soll die Stärken des Prüflings in Kihon und Wahlteil hervorheben. Bei eigener Ausarbeitung befasst sich der Prüfling zunehmend selbstständiger und kreativer mit Karate. Hier lohnt sich rechtzeitig vor der Prüfungsvorbereitung eine Absprache von Prüfling, Trainer und Prüfer, um ein optimales Prüfungsprogramm vorzubereiten, ggf. begleitet durch ein freies Training.

Prüfer

Elke Noppeney, B-Lizenz SOK

Susanne Ruffert, B-Lizenz SOK

Hartmut Stieger, B-Lizenz Shotokan

Lizenzen

Die Lizenz bestimmt, welche Graduierungen verliehen werden dürfen.

C: Bis incl. 4. Kyu

B: Bis incl. 1. Kyu

A: Dan-Grade

Termine

Vereinsintern nur nach Absprache.

Auf den etwa monatlich angebotenen Lehrgängen in der Region werden oft ebenfalls Gürtelprüfungen angeboten.